Lootbox-Ausverkauf: Lootboxen jetzt für wenig Geld und für viele beliebte Games verfügbar

Silke Fisher - 19-08-2019

Lootboxen sammeln für Ingame-Belohnungen bald verbotenAm 13. August startete für Apex Legends die neue sagenumwobene Iron-Challenge, für die es wieder jede Menge vielversprechende Belohnungen in Form lukrativer Lootboxen gibt. Die Belohnungen an sich sind in den Lootboxen versteckt oder können gegen Echtgeld gekauft werden. Im Gameplay selbst können im Zuge des Spiels interessante Skins freigeschalten werden – hierfür erhält der Spieler die beliebten Iron-Crowns als zweite Spielwährung oder auch direkt die begehrten Lootboxen. Abseits davon können diese aber auch für 700 Apex-Coins (oder etwa sieben Euro Echtgeld-Gegenwert) gekauft werden. Andere Gimmicks in Form weiterer Skins und Heirlooms sind auf insgesamt 24 Lootboxen aufgeteilt, die sich Spieler so erspielen können. Das entspricht insgesamt einem Gegenwert in Höhe von 200 Euro, die ein Spieler hier potenziell geschenkt bekommen kann. Weiterhin kann die neue Echtgeldwährung im Spiel dafür verwendet werden, in einem Ingame-Eventstore einzukaufen. Damit können Musik und Spielererweiterungen gekauft werden. Und auch insgesamt sind derartige Erweiterungsmöglichkeiten – ob erspielt oder erkauft – in Online-Games stark auf dem Vormarsch.

Rockstar-Games hat in GTA Diamonds Casino and Resort einiges zu verschenken – attraktive Lootboxen warten 

Lootboxen wie zum Beispiel im aktuell sehr gehypten GTA DLC können aber auch für Ingame-Glücksspielaktivitäten genutzt werden. Bei GTA DLC kauft ein Spieler Lootboxen, die mit der offiziellen Glücksspielwährung von GTA DLC gefüllt sind. Im Spiel kann er sie dann vermehren. Darüber hinaus können mit den virtuellen Chips aus den Lootboxen virtuelle Items im Spiel wie zum Beispiel Sportwagen oder Immobilien (Resorts) gekauft werden. Auch die Auswahl des eigenen Kleidungsstils im Spiel kann durch das Kaufen von Lootboxen maßgeblich beeinflusst werden. Weitere Chips können Nutzer aber auch im Spiel selbst sammeln – im Falle von GTA DLC in Form von auf der gesamten Spielkarte verteilten „Spielkarten“, die gegen Chips eingetauscht werden können. Für das akribische Absuchen der kompletten Spielkarte werden Spieler von GTA DLC folglich durch lukrative Lootboxen belohnt und müssen diese nicht extra selbst kaufen.

Warum Lootboxen in vielen Ländern bisweilen unter Kritik stehen

In den Medien hingegen stehen derartige Lootboxen immer mehr in der Kritik und werden bisweilen auch von der Politik mit steigendem Argwohn betrachtet. Die Frage ist, ob es sich bei Lootboxen überhaupt noch um Online-Gaming oder bereits um Online-Glücksspiel handelt, was schärfere Altersbeschränkungen zur Folge hätte. Schlimmer noch: In vielen Ländern ist Glücksspiel wie zum Beispiel im Online-Casino weiterhin verboten. Belgien und Japan haben den Verkauf von Lootboxen sowie das Ingame-Sammeln von Lootboxen bisweilen verboten. Spieler in diesen Ländern gehen demnach ab sofort leer aus, was die Lootboxen betrifft. In Japan selbst ist dieses Phänomen jedoch unter dem Namen „Kompu-Gacha“ bekannt. Relativ unkompliziert ist das Kaufen von Lootboxen in den USA – hier können auch Casino-Chips für das Spielen von Glücksspielen im Spiel problemlos gekauft werden. Eine derartige Vorgehensweise ist für Spieler aus Deutschland aktuell nicht möglich, da auch hier eine scharfe Grenze zwischen Online-Gaming und Online-Glücksspiel gezogen wird.

Lootboxen als Geschenk bei großen Online-Versandhäusern

Entgegen der aktuellen Stimmungslage zum Thema Lootboxen legt der amerikanische Online-Versandhändler Amazon in dieser Woche durch das Verschenken zahlreicher Lootboxen für Twitch nach, die für den Einkauf auf der Plattform stellenweise als Kundengeschenke verteilt werden. Insgesamt heizt das die politische Debatte um die Lootboxen jedoch weiter an, weshalb potenziell auch hierzulande mit einem möglichen Verbot der Lootboxen – speziell in Games mit Glücksspieltendenz – zu rechnen ist. Immerhin können Spieler von GTA DLC aktuell zumindest noch die vorteilhaften, insgesamt 54 verschiedenen Spielkarten einsammeln und diese gegen Chips eintauschen. In vielen Spielen wie zum Beispiel FIFA sind Lootboxen jedoch deutlich harmloser und können nicht in Verbindung mit Online-Glücksspiel genutzt werden