DSWV Fordert Eine Übergangszeit Für Onlinekasinos

Silke Fisher - 17-02-2020

Onlinekasinos stehen neue deutsche Beschränkungen vorDeutschland hat endlich beschlossen, dass Onlinekasinos legalisiert werden. Alle 16 Bundesstaaten sind sich darüber einig geworden. Aber mit diesem Beschluss ist das Chaos für die deutsche Glücksspielindustrie noch nicht vorbei. Strenge Regelungen speziell für jeden Bundesstaat müssen noch ausgehandelt werden und in der Zwischenzeit tauchen bereits weitere Herausforderungen am Horizont auf. Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) stellt in Frage, weshalb während der regulatorischen Übergangszeit Wettseiten geschlossen werden müssen.

Mit dem momentan gültigen Prozess müssen Onlinekasinos, die gegenwärtig in Betrieb sind, geschlossen werden und die Erlaubnis, wieder zu öffnen, bekommen sie erst mit der Einführung der neuen Regulationen. Dies würde heißen, dass Unternehmen über einen längeren Zeitraum gewaltige Einnahmebußen hinnehmen müssten und erst am 1. Juli 2021 wieder öffnen könnten.

Übergangsregelungen Nötig

DSWV-Präsident Mathias Dahms nahm kein Blatt vor den Mund und argumentierte, dass das neue regulatorische System nur dann akzeptabel sei, wenn Unternehmen eine Übergangszeit genehmigt würden. Ein anderer Vorschlag war, für den Zeitraum bis zum 1. Juli 2021 Übergangsregelungen einzuführen.

Dahms sagte, dies sei der einzige Weg, wie die Onlinekasino- und Sportwettenindustrie in der Zwischenzeit stabil bleiben könnte, sowohl zum Wohl der Unternehmen als auch der deutschen Bürger. Wenn keine Übergangsregelungen festgesetzt würden, so Dahms, dann sei es so gut wie sicher, dass legale deutsche Spieler weiterhin spielen und unweigerlich zu illegalen Seiten wechseln würden.

Eine Weitere Hürde

Nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge hat der verabschiedete Lizenzprozess sehr klare Regeln. Es wurde eindeutig beschlossen, dass jede Sportwettenseite, die gegenwärtig in Betrieb ist, einmal schließen muss. Nur dann kann sie eine neue Betriebslizenz bekommen, wenn die neuen Onlinekasinoregelungen verabschiedet werden. Es ist sogar erwähnt, dass jeder Betreiber, der nicht vorübergehend seine Seite schließt, das Risiko schwerwiegender regulatorischer Konsequenzen eingeht, zum Beispiel, dass das Unternehmen in Zukunft komplett geblockt werden könnte.

Es hat noch keine offizielle Antwort auf die Forderungen des DSWV gegeben. Aber es wird spekuliert, dass es eine Reaktion geben könnte, wenn sich die Ministerpräsidenten aller 16 deutschen Bundesstaaten wieder treffen. Dieses Treffen ist für den 5. Mai angesetzt.

Es wird auch erwartet, dass die Onlinekasinoregelungen bei diesem Treffen für alle 16 Bundesstaaten offiziell bekannt gegeben werden. Dies würde Deutschland endlich in die Richtung eines regulierten Onlinemarkts voranbringen.